Expres Menu - Besuch in der Produktionsstätte

Expres Menu - Besuch in der Produktionsstätte

 

Es ist nicht üblich, dass ein Lebensmittelhersteller sich „unter die Hände gucken lässt“ und uns als Händler in die Produktion einlädt. Eigentlich ist uns so etwas seit der Gründung unseres Shops 2013 noch nie passiert, obwohl wir mit vielen Herstellern zusammenarbeiten. Umso mehr schätzen wir die Möglichkeit uns die Produktionsstätte der Firma Expres Menu in Trutnov, Tschechien, detailiert anschauen zu können. Wir durften einen normalen Arbeitstag im August 2019 bei Expres Menu miterleben. Alle unsere Fragen wurden beantwortet. Sei es vom Gründer der Firma dem Herrn Petr Sogel, seinem Sohn Adam, oder vom Chefkoch in der Küche. Vielen Dank.

 

Was ist das Wichtigste, das wir gelernt haben?

 

Die Produktionskette bei Expres Menu ist wirklich sehr kurz. Es wird nach einem festen Plan gekocht, jeden Tag nur ein oder zwei Gerichte aus dem Sortiment. Morgens kommt ein LKW mit frischen Hauptzutaten. Am Tag unserer Besichtigung war es Rindfleisch für die Rinderrouladen.  Das Fleisch wird an der Rampe übernommen (1), kontrolliert und geht in den nächsten Raum (2), wo es portioniert wird und die Rinderrouladen gewürzt und gerollt werden. Dann gehen die Halberzeugnise in die Küche (3). Da werden sie gekocht und gleich im heißen Zustand in Beuteln abgefüllt und verschweißt.

 

Expers_Menu_Fabrik_3

 

Die Temperatur des Gerichtes fällt dabei nie unter 60 Grad. Das ist sehr wichtig, denn die wenigen Bakterien, die es vielleicht in dem frisch geliefertem Fleisch gab, werden beim Kochen getötet. Solange die Temperatur nicht unter 60 Grad fällt, können sich einfach keine neuen Bakterien und Keime vermehren. Die Gerichte sind also schon beim Abfüllen eigentlich keimfrei. Dann kommt aber noch ein weiterer Schritt.

 

Sobald ein Wagen voll ist, fahren die Tüten mit einem Lastaufzug einen Stock nach unten, wo sich die Dampf-Überdruckmaschine befindet. Hier werden die Beutel schnell unter Überdruck erhitzt, so dass im Inneren des Gerichtes eine Temperatur von 120 Grad für 15 Minuten erreicht wird. Dann kühlen die Beutel langsam ab und werden in das Lager transportiert.

 

Von der Warenanlieferung bis zur Sterilisierung in der Überdruckmaschine dauert es nur einige Stunden (drei, vielleicht vier). Es sind vielleicht 10-15 Menschen im Einsatz, in drei Räumen. Es ist in der Tat keine Fließbandproduktion. Man weiß in jedem Augenblick genau, was mit dem Gericht passiert - denn es ist eigentlich relativ einfach den Überblick zu behalten. Nirgendwo bleibt etwas liegen, stehen, stecken, alles ist sauber. Und genau aus diesem Grund können sie es sich bei Expres Menu leisten KEINE Konservierungsstoffe zuzugeben und doch erreichen sie eine Haltbarkeit von 10 Jahren.

 

Es gibt noch weitere Sachen zu sehen in der Produktionsstätte. Die Konvektomaten und die anderen modernen Geräte in der Küche. Den Kühlraum mit einer stabilen Temperatur von 4 Grad für etwaige kurze Zwischenlagerung der Zutaten. Die Entwicklungs-Räume im ersten Stock, wo neue Produkte getestet werden (neue Produktreihe, neue Pack- und Verschweißanlage), den Verkaufsladen im Erdgeschoss oder Büros und repräsentative Räume im zweiten Stock.

 

Vor allem konnten wir aber sehen, wer hinter der Marke Expres Menu steckt. Eine Familie und etwa zwanzig Angestellte, die mit Herz an der Sache arbeiten und echte Werte schaffen. Wir werden ihre Produkte gern weiterhin testen und unseren Kunden anbieten.

 

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Eine kleine Fotoserie (die Fotos sind nicht von uns, aber wir haben die Produktionsstätte sehr ähnlich erlebt)

 

Fleisch_portionieren_714px

Fleisch portionieren - ein konzentrierter Einsatz.

 

Zwiebeln_-_bewegend_714

Zwiebeln schneiden: Egal ob zu Hause oder bei Expres Menu - immer berührend

 

in_der_Kueche_714

Die Arbeit in der Küche nimmt man bei Expres Menu ernst...

 

Aus_der_Kueche_714_px

Aber bitte nicht ZU ernst :)

 

was_wollt_ihr_denn_hier_714px

Was wollt ihr denn hier? Habt ihr etwa Hunger?

 

Abfuellen_714

Die Soße entsteht zwar zusammen mit dem Fleisch, wird dann aber getrennt abgefüllt.  Dann die heiße Tüte verschweißen... 

 

Autoklav_714

... und ab in den Keller. Die Überdruckmaschine wartet schon. Aufheizen, dann langsamm abkühlen lassen...

 

Ab_in_den_Lager_714

Das Mittagessen ist fertig!

 

Sogels_714

Herr Petr Sogel (links) und Herr Adam Sogel (rechts) haben alle unsere Fragen bereitwillig beantwortet. Das Vertrauen des jüngsten Familienmitgliedes müssen wir erst noch gewinnen.