Expres Menu - Besuch in der Produktionsstätte

Es ist nicht üblich, dass ein Lebensmittelhersteller sich „unter die Hände gucken lässt“ und uns als Händler in die Produktion einlädt. Umso mehr schätzen wir die Möglichkeit uns die Produktionsstätte der Firma Expres Menu in Trutnov, Tschechien, detailliert anschauen zu können. Wir durften einen normalen Arbeitstag bei Expres Menu miterleben. Alle unsere Fragen wurden beantwortet. Sei es vom Gründer der Firma dem Herrn Petr Sogel, seinem Sohn Adam, oder vom Chefkoch in der Küche. Vielen Dank.

Was ist das Wichtigste, das wir gelernt haben?

Die Produktionskette bei Expres Menu ist wirklich sehr kurz. Es wird nach einem festen Plan gekocht, jeden Tag nur ein oder zwei Gerichte aus dem Sortiment. Morgens kommt ein LKW mit frischen Hauptzutaten. Am Tag unserer Besichtigung war es Rindfleisch für die Rinderrouladen. Das Fleisch wird an der Rampe übernommen, kontrolliert und geht in den nächsten Raum, wo es portioniert wird und die Rinderrouladen gewürzt und gerollt werden.

Dann gehen die Halberzeugnise in die Küche. Da werden sie gekocht und gleich im heißen Zustand in Beuteln abgefüllt und verschweißt.

Sobald ein Wagen voll ist, fahren die Tüten mit einem Lastaufzug einen Stock nach unten, wo sich die Dampf-Überdruckmaschine befindet. Hier werden die Beutel schnell unter Überdruck erhitzt, so dass im Inneren des Gerichtes eine Temperatur von 120 Grad für 15 Minuten erreicht wird. Dann kühlen die Beutel langsam ab und werden in das Lager transportiert.

Von der Warenanlieferung bis zur Sterilisierung in der Überdruckmaschine dauert es nur einige Stunden (drei, vielleicht vier). Es sind vielleicht 10-15 Menschen im Einsatz, in drei Räumen. Es ist in der Tat keine Fließbandproduktion. Man weiß in jedem Augenblick genau, was mit dem Gericht passiert - denn es ist eigentlich relativ einfach den Überblick zu behalten. Nirgendwo bleibt etwas liegen, stehen, stecken, alles ist sauber. Und genau aus diesem Grund können sie es sich bei Expres Menu leisten KEINE Konservierungsstoffe zuzugeben und doch erreichen sie eine Haltbarkeit von 10 Jahren.

Es überrascht uns dann gar nicht, dass die Produktionsstätte nach den strengen internationalen HACCP-Standards zertifiziert ist (HACCP ist das Kürzel für „Hazard Analysis Critical Control Points“ und meint die Gefahrenanalyse und Kontrolle kritischer Punkte - und zwar auf allen Stufen der Zubereitung, Verarbeitung, Herstellung, Verpackung, Lagerung, Beförderung, Verteilung, Behandlung und des Verkaufs von Lebensmitteln.)

Es gibt noch weitere Sachen zu sehen in der Produktionsstätte. Die Konvektomaten und die anderen modernen Geräte in der Küche. Den Kühlraum mit einer stabilen Temperatur von 4 Grad für etwaige kurze Zwischenlagerung der Zutaten. Die Entwicklungs-Räume im ersten Stock, wo neue Produkte getestet werden (neue Produktreihe, neue Pack- und Verschweißanlage), den Verkaufsladen im Erdgeschoss oder Büros und repräsentative Räume im zweiten Stock.

Vor allem konnten wir aber sehen, wer hinter der Marke Expres Menu steckt. Eine Familie und etwa zwanzig Angestellte, die mit Herz an der Sache arbeiten und echte Werte schaffen. Wir werden ihre Produkte gern weiterhin testen und unseren Kunden anbieten.

Rechts: Der Gründer Petr Sogel mit seinem Sohn Adam. Ob auch der jüngste Mitglied der Familie weitermacht, ist noch offen :)

Der Gründer Peter Sogel mit Sohn Adam und Enkel